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KatzenVerdauung

Meine Katze hat Gastritis: was tun


Was Gastritis bei Katzen bedeutet, was sie auslöst, wie sie behandelt wird, und wie man akute Reizung von einem chronischen Problem unterscheidet.

Gastritis bedeutet Entzündung der Magenschleimhaut. Das ist eher eine Beschreibung als eine Diagnose: die nützliche Frage lautet immer, was sie verursacht hat.

Akut und chronisch

Akute Gastritis beginnt plötzlich. Die Katze erbricht, oft mehrmals, speichelt womöglich und verweigert das Futter, und bessert sich meist binnen ein bis zwei Tagen, sobald die Ursache weg ist.

Chronische Gastritis ist zeitweiliges Erbrechen über Wochen oder Monate, oft mit Gewichtsverlust und stumpfem Fell. Diese gehört ordentlich abgeklärt, denn die Ursachen sind ganz andere.

Die Ursachen

Akut: Futterwechsel, verdorbenes Futter, Fressen von etwas Unpassendem, Haarballen, Pflanzenteile, Medikamente auf nüchternen Magen, verschluckte Gegenstände.

Chronisch: Futtermittelunverträglichkeit, chronisch entzündliche Darmerkrankung, Darmwürmer, chronische Nierenerkrankung, Schilddrüsenüberfunktion bei älteren Katzen, seltener Lymphom.

Da sich sowohl Nierenerkrankung als auch Schilddrüsenüberfunktion durch Erbrechen zeigen, braucht eine ältere Katze mit wiederkehrender Gastritis Blut- und Harnwerte statt wiederholter Magenschutzkuren.

Was wir tun

Wir untersuchen die Katze und beurteilen zuerst den Flüssigkeitshaushalt. Spricht die Vorgeschichte für etwas Akutes und ist die Katze sonst wohlauf, kann die Behandlung einfach sein: Infusion, Mittel gegen Übelkeit, Magenschutz und einige Tage Schonkost.

Ist das Erbrechen chronisch oder besteht Gewichtsverlust, klären wir ab: Blutbild, Biochemie, Schilddrüsenwert bei älteren Katzen, Harnuntersuchung, Kotuntersuchung, und Bildgebung, wenn ein Fremdkörper oder eine Umfangsvermehrung auszuschließen ist.

Zu Hause

Während sich der Magen beruhigt: kleine Portionen leicht verdaulicher, fettarmer Kost, mehrmals täglich statt einer großen Mahlzeit. Frisches Wasser jederzeit. Keine Milch. In dieser Zeit keine Leckerlis und keine Essensreste. Keine menschlichen Medikamente.

Führen Sie das gewohnte Futter über mehrere Tage wieder ein, sobald das Erbrechen aufgehört hat.

Wann Sie kommen sollten

Kommen Sie, wenn das Erbrechen über einen Tag hinaus anhält, wenn Blut dabei ist, wenn die Katze nicht trinkt, wenn sie matt oder schmerzhaft ist, oder wenn es immer wiederkehrt. Wiederholte Episoden sind der Punkt, an dem die Ursache gesucht gehört statt das Symptom erneut behandelt.